Dann erschien der Mann an der Wohnungstür, erkannte die vor der Tür stehenden Polizisten, lehnte es jedoch ab, die Tür zu öffnen. Da es anders nicht möglich schien in die Wohnung zu gelangen und die Ruhe wieder herzustellen, drückten die Beamten eine kleine Scheibe der Wohnungstür ein, um diese dann zu öffnen.
Der Mann sprühte sofort mit Pfefferspray in Richtung der Polizisten, öffnete dann ein Fenster neben der Wohnungstür und spritze erneut mit dem Spray auf die Beamten. Da die Polizisten voll getroffen wurden wichen sie zunächst zurück, legten die in den Streifenwagen mitgeführten Gasschutzmasken an. So geschützt begaben sie sich zurück zur Wohnungstür. Als sie davor standen, öffnete der Bewohner erneut das Fenster und bespritzte die Polizisten erneut massiv mit Pfefferspray. Nun setzen auch die Beamten Pfefferspray ein, der Mann zog sich daraufhin vom Fenster zurück und die Polizisten gelangten hierdurch in die Wohnung. Sie überwältigten den Mann und legten ihm Handfesseln an. Der alkoholisierte 59-Jährige schrie herum, trat um sich und wollte die Wohnung nicht verlassen. Daraufhin trugen ihn die Polizisten zu einem Streifenwagen und brachten ihn zunächst in den Polizeigewahrsam in die Soltauer Wache. Auch hierbei trat und spukte der Soltauer immer wieder nach den Beamten, beleidigte die Polizisten massiv. Im Gewahrsam wurden seine Augen und Atemwegsreizungen sowie eine kleine Kopfwunde durch einen Notarzt medizinisch versorgt, auch wurde ihm eine Blutprobe entnommen.
Das durch den Soltauer eingesetzte Pfefferspray (mit natürlichem hochaggressivem Pfefferkonzentrat) hatte einen Wirkungsgehalt von 11%, dass der Polizei von lediglich 0,3%. Von den sechs eingesetzten Polizeibeamten erlitten fünf Augen- und Atemwegsreizungen. Nach ärztlicher Versorgung konnten sie ihren Dienst zum Glück fortsetzen.
Befragungen der Nachbarn ergaben, dass der 59-Jährige ständig durch laute Musik und Schreiereien auffalle. Auch soll er die Mitbewohner häufig beleidigen, und grundlos anschreien. Bereits im Jahr 2010 musste der Soltauer nach einer Ruhestörung eine Nacht im Polizeigewahrsam verbringen. Um den Gesundheitszustand des Mannes zu prüfen, wurde er am Morgen des 18.02. in die Psychiatrie des Heidekreisklinikum Walsrode eingewiesen.
