Schon kurze Zeit nachdem das Feuer gemeldet wurde, war ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren Titisee und Neustadt am Einsatzort. Aus einem oberen Stockwerk drang bereits dichter Rauch. Während eine Gruppe Atemschutzträger in die oberen Stockwerke vordrang um die Löschmaßnahmen einzuleiten, leiteten andere Rettungskräfte die Evakuierungsmaßnahmen der über 80 Hotelgäste ein, die die Nacht in anderen Hotels der Region verbringen müssen.
Um das Feuer und die Glutnester besser ablöschen zu können wurde auch eine 2. Drehleiter aus Löffingen zur Einsatzstelle gerufen. Die Löscharbeiten gestallten sich sehr schwierig, durch die Holzkonstruktion fand das Feuer immer weiter neue Nahrung. Gegen 0 Uhr zündete der Dachstuhl durch. Auch brannte ein Anbau des Hotels. Der Schaden dürfte in die Millionen gehen. Nach dem eine Drehleiter mit technischem Defekt ausgefallen war, brannte der Dachstuhl der rechten Gebäudeseite in Vollbrand. Umgehend wurde eine weitere Drehleiter angefordert.
Wie sich später heraustellte, war in einem der Gästezimmer ein Fernseher in Brand geraten. Der Gast informierte das Personal, als diese am Zimmer ankammen, war ein Betreten schon nicht mehr möglich. Das Zimmer stand in diesem Moment in hellen Flammen. Als die Feuerwehr eintraff brannten bereits 3 Zimmer in Vollbrand, diese Brände konnten zunächst zügig gelöscht werden. Im weiteren verlauf entwickelte sich ein Schwelbrand, der später auf das Dach übergriff. Insgesamt wurden bei dem Brand 5 Personen verletzt. 4 Hotelbedienste davon 2 mit einer Rauchgasvergiftung und ein Feuerwehrmann. Die Evakuierten Gäste wurde auf andere Hotels verteilt.
Im Einsatz waren 200 Feuerwehrkräfte und 65 Kräfte des DRK. Das DRK baute Versorgungszelte auf um die Einsatzkräfte bei der kalten Witterung mit Essen und Warmgetränken zu versorgen.Wie die Feuerwehr mitteilte wird sich der Einsatz noch bis in den Mittwochabend hinziehen!
Im Einsatz waren folgende Wehren: Gesamtwehr Titisee-Neustadt // Feuerwehr Löffingen // Kirchzarten // Berufsfeuerwehr Freiburg // Feldberg
Das Hotel "Bären" besteht seit 123 Jahren. Mit seiner Fassade im typischen Schwarzwald-Stil war das traditionsreiche Haus ein markanter Blickfang des beliebten Urlaubs- und Ausflugsziels Titisee.
Auszüge der Pressekonferenz
Für die Stadt Titisee-Neustadt Bürgermeister Armin Hinterseh:
- Traditionshaus ist den Flammen zum Opfer gefallen. Große Sorge um
Gäste und Bedienstete.
- Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste haben Großartiges geleistet.
Die Stadt Titisee-Neustadt ist dankbar.
- Allen Verletzten wünschen wir rasche und vollständige Genesung.
- Die Stadt Titisee-Neustadt hilft bei allen organisatorischen Fragen.
Für die Feuerwehr Titisee-Neustadt Feuerwehrkommandant Gotthard Benitz:
- Um 21.00 Uhr am Dienstagabend wurde Vollalarm ausgelöst.
- Gäste mußten auch über die Drehleiter gerettet werden.
- Umliegende Feuerwehren und die Feuerwehr Freiburg unterstützten uns.
- Es waren rund 200 Feuerwehrleute im Einsatz.
- Der Brandausbruch war im ersten Obergeschoß des Altbaues.
Für das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald Kreisbrandmeister Alexander Widmaier:
- Es entstand großer Schaden wegen der Holzbauweise des Traditionshotels.
- Nach der Menschenrettung wurde innen und außen der Brand massiv
und sehr professionell bekämpft.
- Es wurde Maximales geleistet.
- Alle umliegenden Wehren waren im Einsatz.
- Hervorragende Zusammenarbeit zwischen Polizei, Feuerwehren,
Rettungsdienst und Notärzten. Eine gemeinsame Einsatzleitung war
eingerichtet worden.
Für die Polizeidirektion Freiburg EPHK Clemens Winkler:
- Polizei hatte und hat starke Kräfte im Einsatz.
- Derzeit läuft die schriftliche Erfassung über die Unterbringung der Gäste in
den umliegenden Hotels.
- Brandplatz ist beschlagnahmt, Brandermittler, Kriminaltechniker und ein
Brandsachverständiger im Auftrag der Staatsanwaltschaft Freiburg sind im
Einsatz.
- Untersuchungsergebnisse müssen abgewartet werden.
- Der entstandene Schaden geht geschätzt in die Millionen.
- Zum Zeitpunkt des Unglücks waren rund 80 Gäste im Hotel.
Für den DRK-Kreisverband Freiburg Dieter Brodmann:
- Mehrere Rettungswagen im Einsatz.
- Ständig ein Ltd. Notarzt und zwei Notärzte vor Ort.
- Notunterkunft im Kurhaus von Titisee war vorsorglich eingerichtet.
- Insgesamt fünf verletzte Personen (drei Rauchgas, zwei chirurgische
Verletzungen).
- Derzeit werden die Einsatzkräfte verpflegt und ein Fahrdienst für die Gäste
des Hotels wird aufrecht erhalten.
