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Unwetterwarnungen DWD

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
Dienstag, 31 Januar 2012 15:51

Berlin: Feuerwehrverband warnt vor trügerischem Eis und gibt wichtige Verhaltenstipps

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 Berlin: Feuerwehrverband warnt vor trügerischem Eis und gibt wichtige Verhaltenstipps © Bild siz.cc

31. Januar 2012, Berlin (PM-DFV) Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen: „Trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen noch zu dünn; es droht Einbruchgefahr“, erklärt DFV-Vizepräsident Ralf Ackermann. Auch der Frost der letzten Tage garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist. „Betreten Sie nur Flächen, die freigegeben wurden!“, appelliert Ackermann.


Besonders Kinder lassen sich von den glitzernden Eisflächen zu unvorsichtigem Verhalten verleiten. Für den sicheren Ausflug sollten einige Tipps der Feuerwehren beachtet werden:


• Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren
erklärt werden.

• Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis – bei einem Unfall kann es
sonst sein, dass niemand Hilfe holen kann.

• Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise
Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf dem
Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu
verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen).

• Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe bzw.
organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt! Vor allem bei
unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser an einer markanten
Wegkreuzung die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.

• Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche
und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die
Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis
zu dünn sein – hier droht Einbruchgefahr!

„Innerhalb weniger Minuten in rund drei bis vier Grad kaltem Wasser
erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht
unter“, erklärt Ackermann. Der Feuerwehrverband gibt folgende Tipps zum
Verhalten im Unglücksfall:

• Wer einbricht, sollte versuchen, sich vorsichtig am Eis festzuhalten oder
darauf zu ziehen. Wenn das Eis weiter bricht, kann man sich mit Fäusten
oder Ellenbogen einen Weg zum Ufer frei schlagen.
• Helfer sollten sich nicht selbst in Gefahr bringen: Eigensicherung
beachten (Leinen/Schwimmweste/Rettungsring), nicht zu weit hinaus
wagen.

• Wer sich zum Helfen auf die Eisfläche begibt, sollte dafür eine Unterlage
(Leiter, Bretter, Zaun, Hockeyschläger) verwenden, um das Gewicht zu
verteilen. Die Hilfsmittel kann man der eingebrochenen Person
zuschieben. Eine quer über die Einbruchstelle gelegte Unterlage oder
Äste machen die Rettung leichter. Hilfreich können auch an Gewässern
aufgehängte Rettungsringe sein.

• Gerettete in warme Decken (Rettungsdecke) oder Jacken hüllen,
vorsichtig erwärmen, nicht als „Hausmittel“ mit Schnee abreiben.

• Unterkühlten Personen keinen Alkohol geben, stattdessen möglichst
warmen Tee reichen.

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